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In einem Lichtzelt mit einer Hohlkehle nicht spiegelnde, oder nicht glänzende, Objekte fotografieren ist nicht kompliziert. Mit insgesamt drei Lichtspots von der rechten, linken und von der oberen Seite, wird genug Ausleuchtung für das Produkt im Lichtzelt erzeugt. Wenn der Gegenstand im Lichtzelt allerdings eine glänzende oder reflektierende Oberfläche hat, wie eine Glasflasche, dann muss man sich etwas einfallen lassen und mit den Licht experimentieren. Je nach Produktaufbau macht es Sinn nur die seitlichen Lichtboxen zu benutzen, oder nur die obere Lichtbox separat zu aktivieren. Es wird sogar eine Lichtbox so umgestellt, dass diese den zu fotografierenden Gegenstand von der Rückseite „von hinten durch das Objekt direkt in die Spiegelreflexkamera“ anleuchtet.

 

Bei den unteren Fotobeispielen wurde ein Produktaufbau und die Ausleuchtung so konstruiert, dass keine Bildbearbeitung mehr nötig ist. Die folgenden Produktbilder wurden in einem Proxistar-Lichtzelt fotografiert. Dabei wurden die selbst gebastelten Hohlkehlen aus Fotokarton und eigens konstruierte Lichtabschatter und ein Lichtreflektor benutzt. Die Lichtabschatter bestehen aus Styroporplatten mit aufgeklebten schwarzen und matten Fotokarton. Als Lichtreflektor und Aufheller wird eine Styroporplatte in naturweiß eingesetzt.

 

Lichtzelt für Produktfotografie

 

Als Hintergrund diente ein Fotokarton in der Farbe gold als Hohlkehle. Zur Befestigung wurden an der rechten und linken inneren Lichtzelt-Rückwand ein selbstklebendes Klettband „Haken“ mit zirka 6-7 Zentimeter länge angebracht. Das Gegenstück „Flausch“ zum Klettband wurde an einem Ende des Fotokartons, jeweils rechts und links befestigt. Mit einer leichten Hohlkehle kann nun so jeder beliebige Fotokarton, oder ein anderes biegsames und nicht glänzendes Material, problemlos „angeklettet“ befestigt werden. Bei den Produktaufnahmen mit direkter Hintergrundbeleuchtung wird ein schwarzer Fotokarton als Untergrund benutzt. Ein Stativ, eine Spiegelreflexkamera mit Spiegelvorauslösung und ein Funkfernauslöser sollte bei diesen Aufnahmen selbstverständlich sein. Als Objektiv wurde überwiegend ein 28-105mm, später ein 100-400mm benutzt. Bei beiden Objektiven wurde ein B&W Zirkular-Polfilter MRC XS Pro Digital eingesetzt, welcher schon die ersten Reflexionen entfernt.

 

 

 

PRODUKTFOTOGRAFIE – LIKÖRE, GLASFLASCHEN & CO. 
 

Likör Pflaumen-Vanille trifft auf Lebkuchen-Kirschen Likör Liköre: Pflaumen-Vanille und Lebkuchen-Kirschen.

 

Produktaufbau: Pflaumen-Vanille-Likör trifft auf Lebkuchen-Kirschen Likör. Beide Bilder entstanden bei ISO50 mit 76mm @ f16. Es wurden ein paar Dekosteine plaziert, sowie zwei Gläser mit Wasser und Farbstoff hinzugestellt. Es kann auch Gelatine mit Lebensmittelfarbe zum Einsatz kommen, wobei man mit der Gelatine noch kreativ arbeiten kann. Bei dem linken Produktbild wurde die rechte und linke Lichtbox „Dauerlicht“ aktiviert. Beim rechten Likörfoto wurde lediglich die obere Lichtbox auf dem Lichtzelt aktiviert. Die Lichtreflexe haben sich minimiert, sind aber nicht komplett ausgelöscht. Das erste Bild hat meines Erachtens durch die interessanten Lichtreflexe im Flaschenaußenbereich mehr Charme. Bei der zweiten Aufnahme sind die Reflexe auf den Glasflaschen deutlich reduziert, dafür erscheint ein harter Reflex im oberen Flaschenbereich.

 

Nun betrachten wir einen neuen Produktaufbau: Die lustige Oma trifft den Bärwurz und den echten Blutwurz. Beider Bilder entstanden bei ISO50 mit 76mm @ f16. Wieder wurden Dekosteine benutzt und Gläser hinzugestellt, wobei das Wasser in den Gläsern mit Farbstoff gemischt wurde. Diesmal ist der Aufbau ohne Glasflaschen, was das Ganze, bezüglich Lichtreflexionen, aber nicht wirklich vereinfacht.

 

  Bärwurz Die lustige Oma, Bärwurz und ein echter Blutwurz.

 

Auch hier ist beim linken Produktbild wieder zu erkennen, dass die aktivierten Lichtboxen „links und rechts“ unschöne Lichtreflexe seitlich auf die Flaschen projezieren. Wenn lediglich die obere Lichtbox aktiviert wird, wirkt das Gesamtergebnis harmonischer, wie auf dem rechten Bild verdeutlicht wird. In diesem Fall überzeugt das rechte Bild.

 

Es gibt noch einen Trick um Glasflaschen reflexfrei oder reflexarm zu fotografieren. Hierzu wird die Glasflasche, in meinem Fall der Lebkuchen-Kirschen-Likör und der Pflaumen-Vanille-Likör von hinten beleuchtet. Das bedeutet, die Lichtbox wird hinter das Lichtzelt gestellt und die Hohlkehle entfernt. Nun stellt man die Glasflasche in das Lichtzelt. Man kann natürlich auch die Lichtbox frei plazieren und stellt die Glasflasche davor. Da man nun direkt in das Licht fotografiert, muss die Glasflasche, je nach Lichtleistung, weiter weg von der Lichtbox entfernt werden. Man kann auch die Flasche auf einem Rundkarton erhöht plazieren, wenn man nur die Glasflasche später benötigt. Die Erhöhung muss später mit einem Bildbearbeitungsprogramm entfernt werden.

 

Glasflaschen Fotografie Lebkuchen Kirchen Likör

 

Das linke Produktfoto zeigt beide Liköre, welche von einer hinteren Lichtbox beleuchtet werden. Das Bild entstand mit ISO50 bei 60mm @ f8,0. Damit der Schriftzug im vorderen Bereich lesbar ist, wurde eine weitere Lichtbox zwischen Spiegelreflexkamera und Lichtzelt auf den Boden plaziert. Diese leuchtete direkt nach oben. Zwischen dem Objektiv „Oberseite“ und dem Lichtzelt „Oberseite“ wurde ein Aufheller „Styroporplatte naturweiß“ gelegt. Die Lichtbox beleuchtete den Aufheller, welcher schräg nach vorne, das Licht zur Flasche weitertransportierte. Beim ersten linken Produktbild mit den zwei Likörflaschen wurden rechts und inks von den Glasflaschen noch Lichtabschatter „mit schwarzem Fotokarton beklebte Styroporplatten“ aufgestellt. Die Abschatter waren so weit entfernt, dass die äußere Flaschenzeichnung sehr schwach ist und am Flaschenhals sich bei einer Flasche sogar verliert.

 

Der rechte Produktaufbau ist fast identisch mit dem linken, außer das die Abschatter näher zur Glasflasche gestellt wurden und das hintere Label an der Likörflasche nicht vorhanden ist. Das Foto entstand mit ISO100 bei 110mm @ f8,0. Wird die Distanz von Abschatter zum Produkt verringert, umso stärker werden die Konturen der Glasflasche durchgezeichnet. Rückseitig störende Etiketten, Labels oder Schilder sollten entfernt werden. Wer für einen Hersteller die Produkte fotografiert wird nichts entfernen müssen. Zum Entfernen des Etiketts soll, laut Recherche, folgendes helfen: Reinigungsbenzin, Nitroverdünnung, WD40 oder Caramba. Es kann ein Kochfeldschaber, eine Spachtel oder die rauhe Seite des Spülschwans genutzt werden, dabei sollten Kratzer im Glas vermieden werden.

 

 

Glasflaschen Fotografie

 

Es gibt auch Situationen, die einen zur purer Verzweiflung bringen, besonders, wenn man nur noch Glas hat, welches auch noch mehrfach geformt und gekantet ist.

 

  Swarovski Glasfiguren

 

Swarovski ist wirklich schön anzusehen. In Live erkennt man die Lichtreflexionen und weiß schon im Vorfeld, dass man am Bildaufbau verzweifelt.

 

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