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Landschaftsfotografie mit einem Kurzartikel und technischer Artikel zur Beugungsunschärfe, welche Blende soll gewählt werden für ein Landschaftsbild, warum wird das Bild bei hohen Blendenwerten wieder unscharf und wird ein hoher Blendenwert für die unendliche Schärfe überhaupt benötigt. Eine enorme Tiefenschärfe und ein Weitwinkelobjektiv machen Landschaftsbilder zu einem absoluten Blickfang. Wenn noch ein Größenvergleich und eine interessante Witterung dem Bild beiwohnt, gepaart mit einem Quäntchen Glück, zieht das Foto einen in den Bann. Entdecken Sie verschiedene Bilder von Landschaften und der traumhaften Natur. Aufnahmen von blühenden Rapsfeldern, sattes Grün der Wiesen, sowie Bäume, Bäche und Flüsse in der Natur können betrachtet werden. Die Landschaftsbilder zeigen, dass es nicht immer ein Weitwinkelobjektiv sein muss, um zu beeindrucken. Mit Teleobjektiv und Normalbrennweite mehrere Einzelbilder per Software zusammenfügen ergeben ebenfalls interessante Landschaftsaufnahmen. Auch kann per Bildschnitt ein Panoramabild entstehen.

 

Die Landschaftsfotografie mit Ihren unendlichen Weiten.

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Landschaftsbilder zeigen meist weite Flächen und Landabschnitte auf einem Bild. Durch die Weite wirkt die Aufnahme fast unendlich und beeindruckend. Das menschliche Auge kann diese Weite in der Realität nicht nachvollziehen bzw. sehen, da es nur einen bestimmten Winkel/Ausschnitt (50mm) erfassen kann. Ein WeitWinkel-Objektiv kann bis zu 10mm erfassen und solch ein Bild auf einem Monitor angezeigt kann faszinieren.
Artikel Makrofotografie Ein Kurzartikel über die Landschaftsfotografie.
Bei den Landschaftsaufnahmen ist eine sorgfältige Komposition des Bildes nötig, denn schnell entstehen langweilige Landschaftsbilder. Bei dieser Art Fotografie kann ein Weitwinkelobjektiv eingesetzt werden, welches völlig neue Perspektiven bietet. Das Weitwinkelobjektiv besticht nicht nur durch den weiten Blickwinkel, sondern auch durch die hervorragende Tiefenschärfe, was gute Landschaftsbilder auszeichnen. Es können Landschaftsbilder mit Normal-, Tele- und Weitwinkelobjektiven aufgenommen werden. Auch können mehrere Einzelbilder zu einem Panoramabild zusammengefügt werden, was richtig interessant werden kann.
Egal welche Witterungsverhältnisse herrschen, zum Fotografieren von Landschaftsbildern gibt es kein falsches oder richtiges Wetter. Oftmals ergeben sich bei schlechten Witterungsverhältnissen beeindruckende und reizvolle Bilder. Das Bild mit der untergehenden Sonne zeigt die Skyline von Mainz am Rhein bei einem Sonnenuntergang. Bild CRW1066 bei ISO100, sowie Blende f8,0 @ 1/400s und 16mm Brennweite (10MP Cropkamera).
  Sie sehen nun ein weiteres Landschaftsbild, welches Rüdesheim am Rhein und die Umgebung zeigt. Die Landschaft mit dem leicht bedeckten Schnee bekommt so einen winterlichen Charme. Das Foto von Mainz am Rheim und Rüdesheim wurden mit einem Weitwinkelobjektiv mit einer Brennweite von 16mm fotografiert. Bild CRW1470 bei ISO200, sowie Blende f8,0 @ 1/640s und 16mm Brennweite (10MP Cropkamera).
Mainz Skyline   Rüdesheim am Rhein

Bei Landschaftsaufnahmen sollte man durch verschiedene Tricks die Illusion von Raum, Weite und Tiefe entstehen lassen. Durch Einbeziehung eines Menschen, Tieres oder Gebäudes bekommt das Landschaftsfoto einen zusätzlichen Reiz und es wird der Maßstab der Umgebung verdeutlicht.

Felswand Bad Kreuznach Das linke Landschaftsfoto zeigt eine Straße, die an einer Felswand vorbeiführt. Durch die Kraftfahrzeuge auf der Landstraße, erschafft der Fotograf einen visuellen Maßstab über die gewaltige Größe der Felswand. Bild 20060318 SEQ61 bei ISO400, sowie Blende f8,0 @ 1/125s und einer Brennweite von 135mm (6MP Cropkamera)
 Sie sehen rechts ein Foto, das eine Ortschaft in Rheinhessen zeigt. Dieses Bild mit der kleinen und übersichtlichen Ortschaft vermittelt die unendliche Weite einer Landschaft. Das Bild mit der Felswand und die kleine Ortschaft wurden mit einem Teleobjektiv fotografiert. Bild CRW1634 bei ISO100, sowie Blende f8,0 @ 1/125s und 135mm Brennweite (10MP Cropkamera).
Landschaftsfotografie

Die wichtigsten Themen einer Reisefotografie sind Landschaftsaufnahmen. Durch natürliche Linien, die in der Landschaftsfotografie häufig anzutreffen sind, kann eine weitere Illusion von Raum ausgelöst werden. Blätter oder äste, die seitlich ins Bild hineinragen, können ebenfalls dem Betrachter eine Räumlichkeit vermitteln.

   

Panoramaaufnahmen können auf verschiedene Weise entstehen. Bei einem überdimensionierten Bild, das für eine Landschaftsaufnahme nicht mehr den Reiz ausmacht, kann man den oberen und unteren Bildrand soweit zurechtschneiden, dass sich ein breitgefächertes Panoramabild ergibt. Dieses Bild, welches die Landschaft in Rheinhessen zeigt, wurde so mit einer Bildsoftware zurechtgeschnitten.

 

Landschaft Rheinhessen

 

Bei dem Bild mit der winterlichen Landschaftsaufnahme im Odenwald bei Lindenfels, entstand aus mehreren fotografierten Einzelbildern mit einer Bildsoftware ein Panoramabild. Für dieses Bild wurden mehrere Bilder fotografiert und später mit geeigneter Software manuell zusammengesetzt. Es gibt mittlerweile FotoSoftware, die fast perfekt mehrere Einzelbilder zu einem Gesamtbild automatisch zusammensetzen. Die Schwierigkeit besteht darin, die Bildübergänge zu finden, so dass der Betrachter nicht die zusammengefügte Bildkanten bemerkt, wo die Einzelbilder aufhören, oder ein neues Einzelbild beginnt. Hat man diese Einzelbilder ohne Kanten, Farbsäume und Helligkeitsunterschiede zusammengesetzt, ensteht ein fantastisches Panoramabild.

 

Lindenfels im Odenwald

 

 

 

Jetzt kommt der technische Teil. Welche Blende sollte für eine Landschaftsaufnahme gewählt werden? Blende 16, f22 oder besser f32, dieser Blendenwert muss doch ein knackscharfes Bild liefern, oder?

 

Was passiert bei hohen Blendenwerten? Man stelle sich ein Objektiv mit Lamellenverschluss und dann den Bildsensor dahinter vor. Schließen wir den Lamellenverschluss auf Blende 8, Blende 16, oder Blende 32, dann wird das Licht mittig gebündelt. Man muss sich jetzt folgendes vorstellen: Der ausgeblendete „nicht sichtbare“ Bereich vom Sensor bekommt aber ab Blende 11 bis 32 ein „verwirbeltes“ Licht, da das Licht an den Kanten der Lamellen gebeugt wird. Der Punkt, wann die Beugungsunschärfe eintritt ist unterschiedlich, dazu später die Liste. Je weiter die Blende geschlossen wird „Abblenden“, desto stärker wird die Beugungsunschärfe. Die Beugungsunschärfe ist abhängig von der Sensorgröße und der Pixeldichte. Ein Vollformat-Sensor mit 24x36mm, bildlich links dargestellt mit 81 Bildpunkten, hat die Beugungsunschärfe bei einer höheren Blendenzahl, als ein APS-C Cropsensor mit 22,7×15,1mm, bildlich rechts dargestellt mit ebenfalls 81 Bildpunkten, wenn beide mit der identischen Pixeldichte „Auflösung, zum Beispiel 30 Megapixel“ arbeiten.

 

Sensor Vollformat APS-C Sensor

 

Wenn Pixel an Pixel ganz dicht sitzen, wird die Beugungsunschärfe schneller begünstigt. Ebenso wird ein Vollformatsensor mit 80 Megapixel schneller an die Beugungsunschärfe gelangen, als ein Vollformatsensor mit 30 Megapixel.

 

Beugungsunschärfe


Bei der oberen Animation ist links der Vollformatsensor und rechts der APS-C Sensor „gleiche Pixelanzahl“, die Blendenlamellen werden bei beiden Objektiven von f4 auf f11 geschlossen. Dies ist nur eine grobe Darstellung zum besseren Verständnis.

 

Die Beugungsunschärfe beginnt bei einem:

Vollformatsensor 24x36mm @ 10 Megapixel = Blende 18 Canon APS-C Cropfaktor 1,6 Sensor @ 10 Megapixel = Blende 11
Vollformatsensor 24x36mm @ 22 Megapixel = Blende 13 Canon APS-C Cropfaktor 1,6 Sensor @ 18 Megapixel = Blende 9
Vollformatsensor 24x36mm @ 30 Megapixel = Blende 11 Canon APS-C Cropfaktor 1,6 Sensor @ 24 Megapixel = Blende 7,1
Vollformatsensor 24x36mm @ 50 Megapixel = Blende 8
Canon APS-C Cropfaktor 1,6 Sensor @ 30 Megapixel = Blende 6,3
Vollformatsensor 24x36mm @ 80 Megapixel = Blende 6,3
 


Es gibt aber auch einen Punkt, an dem die Bildschärfe am besten ist. Um dies festzustellen, wird man mit jedem seiner Objektive ein Blendentest durchführen müssen. Dabei sollte ein Testmuster plan mit einer Blendenreihe fotografiert werden. Die Bilddatei, welche am größten ist, hat die optimalste Bildschärfe. Solch ein Test ist hier nicht zu finden, da dieser niemals angewendet werden kann. Zu unterschiedlich ist Bildgestaltung, Lichtsituation……. Wo wird die beste Blende nun sein… irgendwo zwischen f5,6 und f8. 

 

 

Ein Gedankenspielgang für alle Einsteiger in die Landschaftsfotografie: Wenn ein schönes Landschaftsbild aufgenommen wird, zum Beispiel eine Landschaft mit einem Heuballen, Apfelbaum, oder der farbenprächtige Herbstwald, worauf wird der Fokuspunkt zeigen? Das bedeutet, bei einer Brennweite von 24mm wird das Objekt in 25-100 Meter Distanz anvisiert. Wir tragen unsere Werte, wie Kameramodell, eingestellte Brennweite, eingestellte Blende und den geschätzten Abstand bis zum Objekt in einen „Online Depth of Field Calculator“ ein.

 

Depth of Field Calculator DOFMaster     Depth of field calculator from photopills.com      A flexible Depth of field calculator (DOF) 

 

DOF Simulator from dofsimulator.net

 

Spielen wir das ganze doch mal mit einigen Werten durch, dabei bitte beachten, dass ich gewollt zur Berechnung Blende f2,8 benutze:

Kameramodell „Camera, film format“ = EOS5D/35mm full frame.
Die eingestellte Brennweite am Objektiv „Lens Focal length“ = 24mm
An der Kamera die eingestellte Blende „Selected f-stop, Selected Aperture“ = f2,8
Die Distanz bis zum Objekt beträgt „Subject distance, Focus distance“ = 6 Meter
Bei welcher Distanz wird vor dem Objekt scharf gezeichnet „in front of subject“ = 2,8 Meter  (Subject distance 6 Meter – Near Limit 3,19 Meter)
Wie weit wird nach dem Objekt noch scharf abgebildet „Behind subject“ = 44,1 Meter (Far Limit 50,1 Meter – Subject distance 6 Meter)
Kompletter Schärfebereich von vor dem, bis nach dem Objekt „Total Depth of field“ beträgt = 47 Meter.

 

Bildliche Erklärung zu Depth of field

 

Eine Erklärung mit Bildbeispiel zur Berechnung und zu den Begriffen Near Limit, Far Limit, Total Depth of field: Beim nahest liegenden Limit von der Kamera ausgehend „Near Limit“ = 3,19 Meter; ist noch alles unscharf. Die Distanz zum Objekt „Subject distance“ = 6 Meter – „Near Limit“ 3,19 Meter vorderer Unschärfebereich = Scharf dargestellt „in front of subject“ wird 2,81 Meter vor dem Objekt. Die weiteste Entfernung von der Kamera ausgehend „Far Limit„, welche nun scharf dargestellt werden könnte, beträgt 50,1 Meter, hiervon müssen aber die 3,19 Meter, der vordere Unschärfebereich „Near Limit„, abgezogen werden = 50,1 Meter – 3,19 Meter =  das ergibt einen kompletten Schärfebereich „Total Depth of field“ von 46,91 Meter. Um herauszufinden, wie scharf nach dem Objekt „Behind subject“ dargestellt wird, kann folgendes errechnet werden. Die komplette Strecke, die scharf abgebildet werden könnte „Far Limit“ = 50,1 Meter minus die 6 Meter bis zum Objekt „Subject Distance“ = 44,1 Meter hinterer Schärfebereich (behind subject). Die „Online Depth of field calculators“ runden die Zahlen auf/ab und bei einigen wird das Objektiv miteingerechnet, aber die errechneten Werte weichen nicht gravierend von den anderen „DOF-kalkulatoren“ ab.

 

Wer hat in der Landschaft das Objekt in 6 Meter Entfernung? Dann wollen wir doch mal einigermaßen realistisch sein:

 

Kameramodell „Camera, film format“ = EOS5D/35mm full frame.
Die eingestellte Brennweite am Objektiv „Lens Focal length“ = 24mm
An der Kamera die eingestellte Blende „Selected f-stop, Selected Aperture“ = f2,8
Die Distanz bis zum Objekt beträgt „Subject distance, Focus distance“ = 50 Meter
Bei welcher Distanz wird vor dem Objekt scharf gezeichnet „in front of subject“ = 44 Meter  (Subject distance 50 Meter – Near Limit 6 Meter)
Wie weit wird nach dem Objekt noch scharf abgebildet „Behind subject“ = unendlich (infinitely)

 

Okay, dann eben eine Cropkamera:

 

Kameramodell „Camera, film format“ = EOS 60D/APS-C Canon/DSLR CF of 1,6x.
Die eingestellte Brennweite am Objektiv „Lens Focal length“ = 24mm
An der Kamera die eingestellte Blende „Selected f-stop, Selected Aperture“ = f2,8
Die Distanz bis zum Objekt beträgt „Subject distance, Focus distance“ = 50 Meter
Bei welcher Distanz wird vor dem Objekt scharf gezeichnet „in front of subject“ = 41,2 Meter  (Subject distance 50 Meter – Near Limit 8,83 Meter)
Wie weit wird nach dem Objekt noch scharf abgebildet „Behind subject“ = unendlich (infinitely).

 

Und wer fotografiert mit Blende f2,8, wenn dies die Anfangsblende ist?

 

 

Makrofotografie Zum Anfang des Artikels.


 

  DSLR Bildergalerie Landschaftsbilder:


Bei Landschaftsaufnahmen beeindrucken nicht nur weitwinklige Aufnahmen, auch mit höheren Brennweiten kann man die Landschaft interessant und gestalterisch einfangen. Nicht selten fasziniert eine in der mittig plazierte Strasse mit interessantem Wolkenspiel, welche scheinbar ins Unendliche führt. Man sollte sich immer so plazieren, dass Autofahrer hupen und bremsen können, sonst ist es schnell vorbei mit dem Fotografieren. Sehen Sie EOS-Bilder vom Mohnblumenfeld, Rapsfeld, bis hin zu einer wolkenreichen Landschaftsidylle.

 

 

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