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Echte Bienen, wie die Honigbiene, die Holzbiene, bis zur Hummel mit dem Makroobjektiv digital eingefangen. Die europäische Honigbiene, Apis mellifera, kann nur in einem sozialen Verbund überleben und ist durch die Bestäubung der Blüten eines der wichtigsten Nutztiere. Mit rund 20.000 Bienen überwintern die Honigbienen als Volk und ernähren sich in der kalten Jahreszeit von den Honigvorräten, die die fleißigen Bienen im Sommer gesammelt haben. Allerdings wird bei kalten Temperaturen der angelegte Honig fest und da Bienen keine Zähne, sondern nur einen Saugrüssel und eine Zunge besitzen, muss die lebenswichtige Energie für das überwinterte Bienenvolk wieder verflüssigt werden. Mit der Flugmuskulator, bei ausgeklinkten Flügeln, kann sich das Bienenvolk im Winter bei zu kalten Temperaturen im Bienenstock warm zittern, dabei ist die Bienenkönigin in der Mitte. So wird aktiv Wärme produziert, bis der gesammelte Honig im Stock wieder flüssig wird und als Energie aufgenommen werden kann. Mit dieser faszinierenden Flügel-Zittertechnik kann das Zuhause auf über 30 Grad Celsius erwärmt werden. Das Bienenvolk ist so clever, dass es einige Oberflächen im Bienenstock mit einem dünnen Pflanzenharz überzieht, die antibiotisch wirken und Viren, sowie Pilze abtöten. Winterbienen leben bis zu neun Monate und Ihre Hauptaufgabe ist es, das Volk über den Winter zu bringen.

 

Sommerbienen begegnen uns im Sommer auf verschiedenen Blüten, in Gärten und auf Wiesen und leben bis zu sechs Wochen. Durch die kurze Lebensdauer der Sommerbiene kann es so mehrere Generationen geben. Die fleissigen Sommerbienen transportieren, sowie lagern Pollen und Nektar Im Bienenstock ein. Sie sorgen für das Wohl des Bienenvolkes und durchleben den Zyklus einer Arbeiterin. Durch die viele Arbeit ist das Bienenvolk im Sommer größer, als im Winter. Durch die verschiedenen Viren des Parasiten der Varroa-Milbe, die seit 1970 aus Asien zu uns eingeschleppt wurde, wird das Überleben der europäischen Honigbiene ohne imkerliche Pflege fast unmöglich gemacht. Die Honigbiene stirbt also mit dem Rückgang der Imkerei.

 

Biene oder Wespe?
Honigbiene Gemeine Wespe
Eine Biene, Honigbiene ist deutlich beharrter, massiger und bräunlich. Die Honigbiene ist eine reine Vegetarierin und ernährt sich ausnahmslos von Nektar und süßen Säften. Der Saugrüssel der Biene ist lang, wenn ausgeklappt. Eine Wespe hat einen farblich hervorstechenden Körper mit grellen Farben (gelb/schwarz). Die Wespentaille ist ein markantes Zeichen, dabei verengt sich der Hinterleib zur Brust. Bei genauerem Betrachten sind Wespen nicht so dicht behaart wie die Bienen. Ein weiteres Merkmal ist der kurze Rüssel der Wespe.

 

Die Honigbiene kann Ihr Mundwerkzeug zum Säubern oder zum Nektar aufnehmen ausfahren. Das Saugrohr, mit einer innenliegenden beharrten Zunge, wird mit dem Unterkiefer und der Oberlippe vereint, Am Ende des Saugrüssels befindet sich ein kleines Löffelchen, welches die Nahrung aufpinselt. Wenn die Arbeiterinnen Nektar sammeln, dann wird dieser durch den Saugrüssel im Honigmagen der Biene kurzfristig eingelagert, bis Sie wieder im Bienennest einkehrt. Die Biene benötigt zirka 200 Blüten, bis der Honigmagen gefüllt ist. Während der Nektaraufnahme bestäubt sich die Biene zusätzlich mit den Blütenpollen und verstaut diese an den Pollenkörbchen der Hinterbeine. Kehrt die Biene mit dem Nektar und dem Pollengepäck im Bienenstock zurück, wird der Nektar vom Rüssel zum Rüssel der Stockbiene übertragen und dabei geschieht eine Wandlung. Bei der Übergabe des Nektars werden Drüsensekrete und keimtötende Stoffe hinzugefügt und der Nektar wird als halbreifer Honig in einer offenen Zelle eingelagert und getrocknet. Fächelnde Bienen sorgen für die weitere Trocknung. Nachdem ein großer Teil des Wassers in dem halbfertigen Honig verdunstet ist, wird die Zelle verschlossen.

 

Der Honig in Deutschland hat eine sehr hohe Qualität, da dieser nicht weiter behandelt werden darf. Außerhalb der Europäischen Union, darf laut der dortigen Gesetzteslage, der Honig gefiltert und behandelt werden, zu Lasten der Qualität des Honigs. Schon seit Jahrtausenden ist der Honig ein beliebtes Haus- und Heilmittel. Das Gold der Bienen tötet Keime und wird bei Erkältungen, Halsschmerzen und Magen-Darm-Beschwerden eingesetzt. Medizinischer Honig findet seine Anwendung bei krebskranken Kindern, zum Heilen von chronischen Wunden. Da Honig ein Naturprodukt ist und auch Bakterien enthalten kann, sollten Babys im ersten Lebensjahr nicht mit Honig gefüttert werden. Wenn der Honig den Krankheitserreger Clostridium Botulinum enthält, wird ein lähmendes Gift bei Kleinkindern gebildet, was sehr gefährlich werden kann.

 

Dank der Beweglichkeit der Fühler mit Ihren tausend einzelnen Sinneszellen, können Bienen räumlich aus weiten Entfernungen den Blütenduft riechen. Die Biene findet problemlos zu Ihrem Bienenstaat zurück, da jedes Volk seinen individuellen Geruch hat, welcher die Biene bei sich trägt. Die Biene hat Facettenaugen, wobei ein Auge aus zirka 6000 Einzelaugen besteht und das Bild pixelartig aufgebaut wird. Bienen können die Farbe Rot nicht sehen und bevorzugen die Blüten der Farbe gelb und blau. Eine rote Klatschmohnwiese nimmt die Biene als schwarzen Fleck wahr. Die Biene bewegt sich mit einer Geschwindigkeit von bis zu 30km/h fort und das mit zirka 300 Flügelschläge in der Sekunde. Die Drei Beinpaare haben unterschiedliche Funktionen. Das Beinpaar eins „vorne“ besitzt eine Putzrinne für die Fühler. Beinpaar zwei „Mitte“ sind Laufbeine und Beinpaar drei „hinten“ hat einen Pollenapparat, dabei ist eine Pollenbürste am Fuß und ein Pollenkamm am Unterschenkel. Eine Biene setzt Ihren Stachel zur Verteidigung für Ihren Bienenstock vor Brut- und Honigräubern ein. Beim Stechen eines anderen Insekts kann die Biene den Stachel wieder herausziehen. Bei einem Menschen oder Wirbeltier verhakt sich der Stachel und beim Befreiungsversuch reißt die Biene Ihren Stechapparat samt Giftblase aus dem Hinterleib, was unweigerlich zum Tod der Biene führt. Bei einer Jungbiene ist die Giftblase leer und füllt sich erst mit der weiteren Entwicklung. Im Jahre 1906 konnte der Bienenforscher Ludwig Arnhart nachweisen, dass Honigbienen Drüsen an allen sechs Füßen besitzen. Durch die argentinischen Bienenforscher Josue Nunez und Martin Giurfa wurde 1967, sowie vertieft 1992 belegt, dass besuchte Blüten von den Bienenfüßchen markiert werden, damit nachfolgende Bienen diese Blüten nicht besuchen müssen. Eine Art chemisches Stoppschild, welches sich entfernt, wenn die Blüte sich wieder füllt.

 

Zirka 560 Arten der Wildbiene sind in Deutschland heimisch. Es gibt europaweit zirka 2500 Arten der Wildbiene. Die Wildbienen sind sehr vielfältig in Ihrem Aussehen, so können diese schwarz, schwarz-gelb oder rötlich-braun gefärbt sein. Es gibt Sie pelzig, oder in sehr wenig beharrtem Erscheinen. Honigbienen leben ausschließlich in Bienenstöcken und in diesem herrscht ein reges Treiben. Fast 50 Prozent der Wildbienen nisten sich unter der Erde ein, dabei werden auch gerne Gänge von anderen Insekten benutzt. Einige Wildbienen leben auch in morschem Holz und in leeren Schneckengehäusen, welche als Brutkammern umgestaltet werden. Die einzelne, nicht staatenbildende, Wildbiene entfernt sich maximal 500 Meter von Ihrem Nistplatz, von daher wird dieses in der Nähe von Nistmaterial und Nahrungsquelle errichtet. Die Honigbiene hat einen Aktionsradius von zirka sieben Kilometer. Im Gegensatz zu der Honigbiene, stellt die Wildbiene keinen Honig her und verbraucht den Nektar direkt. Die Wildbiene ist sehr wählerisch und sammelt Nektar an sehr wenigen Pflanzen, bis hin zu nur einer einzigen Pflanzenart. Der Stich der Wildbiene ist für den Menschen manchmal kaum spürbar und harmloser, als der einer Honigbiene. Viele Wildbienenarten stehen auf der roten Liste. Die älteste Biene wurde in einem Bernstein gefunden, welcher auf ein Alter von 75 bis 90 Millionen Jahre datiert wurde. Seit einigen Jahren wird ein zunehmendes Bienensterben beobachtet, wovon ganze Bienenvölker mitten in der Saison verschwinden. Die Generalversammlung der Vereinten Nationen erklärte in einer Tagung den 20. Mai zum Welttag der Bienen.

 

Hummeln, die kleinen friedfertigen und pummeligen Brummer, gehören zu den echten Bienen und die weibliche Art kann ebenfalls stechen. Die Ackerhummel erkennt man am rotbraunen Pelz. Hummeln, Hornissen und Wespen bevölkern das Nest nur ein Jahr und wird danach nicht wiederbesiedelt. Mittlerweile gelten zwei Hummelarten in Bayern als ausgestorben und viele weitere Hummelarten gelten als gefährdet. Ohne die kleinen Brummer kann bei schlechten Witterungsverhältnissen ein totaler Ernteausfall in der Landwirtschaft drohen, denn nur die Hummeln sind in der Lage bei schlechtem und kaltem Wetter die Blüten zu bestäuben. Trotz Ihrer Robustheit finden sie meist keine Nistplätze mehr. Aus 50 bis zu 600 Hautflügler, inklusive einer Königin, besteht ein Hummelvolk. Lediglich die begatteten Jungköniginnen überleben den Winter. Im Frühjahr sind diese auf sich gestellt mit der Gründung eines neuen Staates. Wie die Bienen, leben die gemütlichen und pummeligen Hummeln, in großen Völkern (Familien). Laut Aerodynamik können Hummeln gar nicht fliegen, wie gut dass diese freundlichen Brummer das gar nicht wissen. Durch eine Art Standheizung ist die Hummel das erste Fluginsekt, welches sich im Frühjahr in die Lüfte erhebt. Ab einer Außentemperatur von zwei Grad Celsius können die Königinnen ihren Flug starten und ab sechs Grad Celsius besuchen die Arbeiterinnen die Blüten. Egal ob Hagel, oder bei Schnee, die unwettertaugliche Hummel verhindert einen totalen Ernteausfall auch bei ungünstigen Witterungsverhältnissen und bestäubt die Blüten. Bienen würden sich nie die Füßchen nass machen und benötigen wärmere Witterungsverhältnisse, deshalb ist die Hummel unersetzlich. Nur wenn man eine Hummel extrem bedrängt wird sie sich wehren. Bei sehr extremer Bedrohung legt sich die Hummel stark brummend auf den Rücken und streckt Ihren winzigen Stachel in Richtung des Angreifers. Zieht sich der Angreifer nicht zurück, wird die Hummel stechen, dabei kann es auch vorkommen, dass die Hummel beißt. Nur die Königinnen und Arbeiterinnen haben einen Wehrstachel, denn Sie gehören zu den Wildbienen, auch wenn man es Ihnen nicht ansieht. Die Drohnen, Männchen, haben keinen Stachel, sind aber auch in der Minderheit. Die kleinen Brummer können Ihren Stachel, im Gegensatz zur Biene, wieder zurückziehen. Ein 18 Stunden Arbeitstag ist für eine Arbeiterin keine Seltenheit.

 

Die Holzbiene (Xylocopa violacea) ist die größte heimische Wildbienenart und wird meistens, bezüglich Ihrer Größe, für eine Hummel gehalten. Sie ist tiefschwarz und hat eine hummelartige Erscheinung. Im richtigen Licht schillern die Flügel der Holzbiene von blau bis violett. Die Wildbiene wird Holzbiene, blaue Holzbiene, große blaue Holzbiene, oder auch violette Holzbiene genannt. Die Holzbiene gehört zu den Echten Bienen und kann dem Verhalten der Hummel zugeordnet werden. Sie summt wie eine Hummel gemütlich durch die Lüfte und auch Ihr Stechverhalten ist zurückhaltend. Nur in absolut größter Gefahr sticht die Holzbiene. Die Biene erreicht eine Körperlänge von 15 bis 30 Millimeter. Die Nektarräuber können Blüten durchstoßen, um schnellstmöglich an den Nektar zu gelangen und ihn auszusaugen. Pollenreiche Blüten werden favorisiert. Die Flügel der Holzbiene sind irisierend und erscheinen bei richtigem Lichteinfall von blau bis violett schimmernd. Irisieren ist ein optisches Phänomen, wobei eine Fläche, je nach Perspektive, in einer anderen Farbe erscheint. Auffällig ist der kräftig schwarze Körper. Die Biene summt wie die Hummel gemütlich durch die Lüfte und ist eine beeindruckende Erscheinung. Da die Biene Ihre Nistgänge in Holz anlegen wurde der wissenschaftliche, wie auch der deutsche Gattungsname, hiervon abgeleitet. Xylocopa – Holzbiene. In stundenlanger Arbeit nagen die Holzbienen in Totholz lange Gänge, um darin eine Nistzelle anzulegen. Für den Nachwuchs wird Pollenmasse hinterlegt. Im Juli schlüpft die nächste Holzbienengeneration. Der Nisteingang ist zirka 5 Zentimeter tief und knickt dann rechtwinklig ab und geht dann bis zu weiteren 15 Zentimeter tiefer zur eigentlichen Brutstätte. Nisten mehrere Holzbienen in einem Nistgang, kann dieser bis zu drei Meter lang werden. Als Nestgänge wird Totholz, Stängel, dünne Äste, oder auch Pfähler benutzt.

 

  Gattung der echten Bienen, Honigbiene, Holzbiene, Hummel und die Makrofotografie:


Digitale EOS Bienenbilder, Biene mit Mundwerkzeug, ausgefahrenem Rüssel, beim Putzen, Holzbiene mit irisierenden Flügeln…

 

 

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