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Umbau alte Ölheizung zu Pelletheizung.

lDie alte Ölheizung mit zirka 27 Jahren auf dem Buckel sollte durch eine Pelletanlage ersetzt werden. Eine Heizungsfirma in näherer Umgebung hatte den Auftrag dazu bekommen und einige Arbeiten wurden dann in Eigenregie durchgeführt. Im Ölraum wurden die 3000 Liter Ölfässer + ein Beistellfass, nachdem leer geheizt, von einer Fachfirma demontiert und entsorgt. Dabei wurde auch von der Fachfirma die Ölpumpe „leider“ mitentsorgt und der Durchgang zum Ölraum komplett geöffnet. Der freie nebenliegende Raum zum Ölraum wird als neuer Heizungsraum für die Pelettheizung mit Pufferspeicher sowie Heizungstechnik genutzt. Um die noch getrennten Räume zu verbinden wurde in Eigenregie, nachdem die Statik der tragenden Zwischenwand berechnet wurde, ein Durchbruch gestemmt und 3 x HEB 120 Stahlträger parallel mit Unterputz eingemörtelt. Im neuen Heizungsraum wurde ebenfalls in Eigenregie ein uraltes und undichtes Fenter gegen ein neues Fenster ausgetauscht.

Der ehemalige Öllagerraum wird nun zum Pelletraum mit 100x100mm Balkenkonstruktion und 18mm OSB3 Platten mithilfe eines Kumpels und dem Schwager „Schreinermeister“ wurde das Konstrukt aufgebaut. Vorab mussten die Heizungsrohre von der WC-Heizung und der Flurheizung, welche vom Erdgeschoss direkt in das neue Pelletlager gingen, getrennt und entfernt werden. Der Heizkörper im Flur musste sogar komplett umgesetzt werden. Diese Arbeiten und die Bohrareiten wurden in Eigenregie durchgeführt. Der Aufbau des Pelletlagers konnte nun beginnen. Zwischendurch wurde ein altes undichtes Kellerfenster im Pelletraum durch ein neues Fenster ersetzt. Ebenfalls mussten einige Elektroleitungen aus dem Pelletlager entfernt werden, diese Arbeiten erfolgten ebenfalls in Eigenregie.

Durchgeführte Arbeiten in Eigenregie:
2 x alte und undichte Fenster gegen neue Fenster ersetzt.
3 x HEB120 Stahlträger eingemörtelt.
1 x Durchbruch vom neuen Heizungsraum in den Pelletraum gestemmt.
2 x Heizkörper abgeklemmt und neue Bohrungen gesetzt.
1 x Heizkörper komplett umgesetzt.
1 x Pelletlager aufgebaut inklusive Schnecken-Pelletfördersystem und Prallschutzmatte.
1 x Kreuzstaberder gesetzt und an der Potentialausgleichsschiene angeschlossen.

Das Pelletlager wurde größtenteils mit Bauschaum abgedichtet, die OSB3-Platten wurden von Innen mit Silikon abgedichtet.

Im Vorfeld wurde dann die alte Ölheizung elektrisch abgeklemmt und teilweise die Elektroleitungen herausgezogen. Die Verkleidung des Ölbrenners wurde dabei schon komplett entfernt, genauso wie der Hauptkopf mit der Elektroeinheit.

 

Die Heizungsfirma hat dann die Pellet-Heizungsanlage, den Pufferspeicher, Frischwassermodul, sowie das Zubehör montiert und die Rohrinstallation durchgeführt. Die schon teils in Eigenregie demontierte alte Heizungsanlage wurde komplett abgebaut. Von der Heizungsfirma wurde auch ein neuer Kamin in den vorhandenen Kaminschacht eingebracht.

 

Weitere durchgeführte Arbeiten in Eigenregie:
Kabelkanal und Lehrrohr wurde montiert.
Fühlerleitungen vom Pufferspeicher und ein Anlegefühler (Vorlauftemperatur Heizkreis) zur Pellet-Heizungsanlage wurde verlegt.
Die Zirkulationspumpe wurde am Frischwassermodul (Elektronik) angeschlossen, sowie eine Steckdose montiert mit Zuleitung für das Frischwassermodul.
Die Mischer Heizkreispumpe wurde mit einer H05-Elektroleitung angeschlossen und die Leitung zur Pellet-Heizungsanlage verlegt.
Der Stellmotor Mischerpumpe wurde mit einer H05-Elektroleitung verdrahtet und die Leitung zur Pellet-Heizungsanlage verlegt.
Eine Hauptzuleitung H05 5×1,5mm² wurde zur Pelett-Heizungsanlage verlegt.
Der Außentemperaturfühler wurde montiert, angeschlossen und die Fühlerleitung zur Pelett-Heizungsanlage verlegt.
Eine H05 5×1,5mm² Ansteuerleitung zum Schnecken-Pellettaustragungsmotor wurde verlegt und angeschlossen.
Ein Netzwerkkabel Cat7 vom hausinternen Switch zur Heizungsanlage wurde verlegt und verbunden.
Bei den Verlegearbeiten wurden verschiedene Wanddurchbohrungen durchgeführt.

Die alte Unterverteilung im Keller wurde demontiert und durch eine neue „Schaltschrank Hager“ ersetzt.
Die Verkabelung des neuen Schaltschranks wurde vorgenommen, wobei die Pellet-Heizungsanlage eine eigene Sicherung C13, wie vorgeschrieben, bekam. Für das Frischwassermodul mit eigener Elektronik wurde die Feuchtraumsteckdose mit C10 abgesichert. Das Nebengebäude erhielt eine Umverteilung der Phasen und einen 3poligen Sicherungsautomat C16. Ein Funktionstest mit erfolgreichem Rechts- und Linkslauf des Pellet-Austragungsmotors wurde durchgeführt. Die elektrische Verdrahtung der verlegten Fühler- und Elektroleitungen an der Pellet-Heizungselektronik wurde vorgenommen.

Die erste Vorabinbetriebnahme von der Heizungsfirma wurde am 01. September mit Pelettsäcken durchgeführt. Seitdem läuft die Anlage nur mit Pufferbetrieb, der Heizkreis ist manuell abgeschaltet (Es ist ja warm). Die Erstbefüllung des Pelletlagers war sehr früh morgens am 10. September 2021. Die Befüllung mit Auf- und Abbau der Schläuche dauerte knapp eine Stunde. 60 Kilogramm Pellets waren noch im internen Pufferspeicher der ETA-Heizungsanlage PC20 und zirka 60kg Pellets (Manuelle Sackauffüllung des Lagers) waren noch im Pelletlager selbst. Die Befüllung ergab, dass zusätzlich 3900 Kilogramm in das Pelletlager passten. Insgesamt fasst das selbstgebaute Schräglager knapp vier Tonnen. 

 

Bilder Umbau Ölheizung zu Pelletheizung

Erst im Großbildmodus sind die Bilder mit Beschreibungen versehen.